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Der Leopardgecko Eublepharis macularius ist in Afghanistan,
Pakistan, Irak, Iran und im westlichen Indien anzutreffen und sie
bewohnen hier die Steppen. Leopardgeckos gehören zu den Lidgeckos
und sind dämmerungsaktive Tiere (manchmal liegen sie aber auch
tagsüber draußen und sonnen sich), welche auch in der
freien Natur in kleineren Gruppen leben. Diese Gruppen bestehen
immer aus einem Männchen und mehreren Weibchen. Leopardgeckos
besitzen keine Haftlamellen an den Füßen und können
somit auch nicht an glatten Oberflächen hochklettern, aber
diese Lamellen benötigen sie in ihrem Lebensraum auch nicht,
sie sind reine Bodenbewohner und manche neigen auch dazu sich gerne eigene kleine
Höhlen zu graben.
Hier eine kleine Erläuterung im Text anfallender Abkürzungen: |
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| 1.0 |
Männchen |
| 0.1 |
Weibchen |
| 1.2 |
1. Männchen 2. Weibchen |
| 0.0.1 |
unbestimmtes Jungtier |
| 0.(1) |
auf Weibchen inkubiertes Jungtier |
| (1).0 |
auf Männchen inkubiertes Jungtier |
| BTH |
Breit*Tief*Hoch Terrarium Maße in cm |
| KRL |
Kopfrumpflänge |
| NZ |
Nachzuchten |
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Leopardgeckos
erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und eigenen
sich auch hervorragend für Anfänger da sie recht einfach
zu halten sind. Dennoch gibt es auch hier einige Sachen bezüglich
der Haltung zu beachten:
Diese wunderschönen Reptilien sind immer in Gruppen von mindestens
1.2 zu halten. Niemals sollten diese gruppenliebenden Tiere einzeln
gehalten werden. Auch von einer 1.1 Haltung ist dringend abzuraten,
da das Männchen das Weibchen viel zu sehr bedrängen würde.
Am besten wäre eine kleine Gruppe von 1.3!
Gefüttert werden sollten die Tiere so alle zwei bis drei Tage,
man kann auch täglich füttern dann aber bitte nicht ganz
so viel, denn Leos haben kein Hunger Gefühl wie wir,sie fressen
oft einfach weiter, obwohl der Bauch schon längst voll ist.
Meist gewöhnen sie sich auch recht schnell an feste Tage zu
füttern und stehen dann schon in Erwartung an der Terrarium
Scheibe. Die Futtertiere sollten zusätzlich ca. bei jeder dritten Fütterung mit Vitaminen
bestäubt werden, hierfür werden viele verschieden Sorten
angeboten aber wichtig ist das Vitamin D3.
Man sollte auch vor der Anschaffung dieser schönen Tiere beachten,
dass sie bis zu 20 Jahre alt werden können und das sogar der
älteste bekannte Leopardgecko 25 Jahre alt wurde. |
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Die Terrariumsgröße
wird von der Anzahl der Tiere bestimmt. Laut den Mindestanforderungen
errechnet sich die Größe des Terrariums für zwei
Tiere anhand folgender Formel: |
4*3*2
(BTH) das ganze multipliziert mit KRL
(+15% für jedes weitere Tier) |
Dies würde
bedeuten das ein Terrarium für zwei Leopardgeckos die eine
KRL von 13cm haben ca. 52*39*26 groß wäre. Also bei
aller Liebe - diese neugierigen aktiven Tiere in so ein kleines
Becken zu sperren, grenzt in meinen Augen schon fast an Tierquälerei
und hat nichts mehr mit artgerechter Haltung zu tun.
Für eine kleine Gruppe von 1.2 sollte schon mindesten ein
100*50*50 Becken her und für 1.3 mindestens 120*60*60. Je
größer desto besser. Diese Angaben gelten natürlich
für adulte Tiere und nicht für NZ.
Ausserdem ist noch für eine ausreichende Durchlüftung
zu sorgen aber es sollte keine Zugluft vorhanden sein. |
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In ein Terrarium
gehört eine schön strukturierte Rückwand, die es
den Tieren ermöglicht, auch ein wenig zu klettern.
Als Bodengrund sollte man ein Sand-Lehm Gemisch verwenden, denn
dies wird auf der einen Seite so fest, dass die Tiere bei einem
fehlerhaften Fangversuch von Futter nichts großartig davon
mitfressen können, und auf der anderen Seite bleibt der Bodengrund
grabfähig, so dass die Tiere ihrem natürlichen Drang zu
buddeln nachgeben können. Am besten nimmt man Spielkastensand
und vermischt diesen mit Lehmpulver im Verhältnis 5:1.
Reiner Sand ist als Bodengrund nicht zu empfehlen, da er bei den
Tieren zu Verstopfung führen kann und diese kann in schlimmen
Fällen sogar tödlich enden .
Sehr wichtig ist das die Tiere jeden Tag frisches Wasser bekommen
und auch eine kleine Schale mit Sepiastücken sollte in keinem
Terrarium fehlen, so dass die Tiere auch noch außerhalb ihrer
Fütterungszeiten selbst wichtige Vitaminen zu sich nehmen können.
Als Faustregel gilt, dass für jedes Tier im Terrarium mindestens
eine Höhle bzw. Versteckmöglichkeit vorhanden sein muss.
Hierzu eignen sich hervorragend Tonhöhlen aber auch Korkstücke.
Zur weiteren Dekoration kann man z.B. schöne Äste (natürlich
vorher abgekocht) und Pflanzen. Es sollten allerdings weitestgehend
nur künstliche Pflanzen verwendet werden, denn nicht alle Pflanzen
sind ungefährlich für die Tiere und noch dazu überleben
die meisten Pflanzen die Temperaturen im Terrarium nicht. Geeignet
hierzu sind allerdings Tillandsien, wenn diese regelmäßig
besprüht werden halten sie eine ganze Weile.
Nicht zu vergessen ist ebenfalls mindestens eine Wetbox die mit
feuchtem, grabfähigem Bodengrund gefüllt sein muss. Die
Tiere nutzen diese für ihre Häutung und später auch
für die Eiablage. |
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Das Terrarium
sollte verschiedene Temperaturzonen aufweisen, damit sich die
Tiere auch mal in etwas kühlere Bereiche zurückziehen
können. Diese Temperaturzonen schafft man, indem man links
oder rechts im Terrarium einen Spot anbringt und daneben dann
zwecks der Beleuchtung noch eine Leuchtstoffröhre. Direkt
unter dem Spot sollte lokal eine Temperatur von 35-40°C herrschen
und in der anderen Ecke des Terrariums so ca. 25-28°C. Nachts
kann die Temperatur ruhig auf 22-23°C abfallen.
In der Nähe vom Spot kann man z.B. eine Schieferplatte anbringen,
die sich so tagsüber aufheizt und nachts ihre Wärme
wieder abgibt. Da liegen dann die Tiere sehr gerne drauf. Eine
Heizstein ist nicht unbedingt erforderlich.
Es gibt Züchter, die Heizmatten verwenden, welche ich aber
absolut ungeeignet für eine artgerechte Haltung halte, denn
in der freien Natur kommt die Wärme auch nur von oben und
dir Tiere ziehen sich zum Schutz vor der Hitze in ihre Höhlen
zurück. Und wenn dann auch noch die Wärme von unten
kommt, ist das doch absolut nicht mehr natürlich. Jedoch
kann man Heizmatten sehr gut für die Aufzucht von Jungtieren
verwenden.
Sehr wichtig ist, dass die Tiere einen geregelten Tag- und Nacht-rhythmus
bekommen, dies bekommt man am besten hin, wenn man eine Zeitschaltuhr
verwendet. Der Tageszyklus sollte ca. 12h betragen. Ob die Tiere
nun UV-Licht benötigen oder nicht da streiten sich die Geister,
doch ich persönlich finde das auch die Leos, obwohl sie Dämmerungsaktiv
sind, UV-Licht brauchen, denn UV-Licht fördert die Bildung
von Vitamin D3 welches die Tiere brauchen. Auch in der Natur bekommen
sie ja auch schließlich UV-Licht ab, wenn sie sich außerhalb
ihrer Höhlen sonnen. |
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Tagsüber
sollte eine Luftfeuchtigkeit von 30-40% herrschen und Nachts eine
Luftfeuchtigkeit von 60-80%. Normalerweise ist es völlig ausreichend,
morgens und abends mit einer handelsüblichen Sprühflasche
etwas zu sprühen. Abends sollte man kurz nachdem das Licht
ausgegangen ist sprühen, damit sich die Luftfeuchtigkeit länger
hält. Eine Beregnungsanlage einzubauen wäre für die
Bedürfnisse der Leopardgeckos viel zu viel und halte ich daher
für ungeeignet. |
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Eine Winterruhe
sollte gemacht werden, um den Weibchen ein wenig Ruhe vor dem Männchen
zu gönnen. Zu diesem Zweck sollten die Tiere über diesen
Zeitraum auch getrennt werden. Die Tiere bekommen in dieser Zeit
auch kein Futter, aber weiterhin muss täglich frisches Wasser
zur Verfügung stehen. Nähere Informationen zur Winterruhe
findet ihr im Bereich Zucht. |
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Wenn man sich neue Leopardgeckos kauft muss man diese erst einmal
mindestens 3 Monate in Quarantäne halten. In dieser Zeit müssen
mindestens 3 Kotproben gemacht werden um auch sicher zu gehen das
die Tier gesund sind. Um zu gewährleisten das sich mein bestehender
Bestand nicht irgendeine Krankheit einfängt, führe ich
die Arbeiten am Quarantänebecken dann nur mit 1* Handschuhen
aus. Erst wenn alle drei Kotproben negativ sind und eine Darmspüllung
bei dem neuen Leo gemacht worden ist welche negativ auf Kryptosporidien
ist, können die Tier nach der Quarantänezeit auch zusammen.
Damit keine Revierkämpfe entstehen, räume ich das Terrarium
komplett aus, wasche alle Gegenstände gründlich ab und
gegebenen falls wechsle ich noch den Bodengrund (sollte 1* pro Jahr
gemacht werden). Dann wird das Terri wieder eingeräumt aber
etwas anders als vorher, so dass alle Tier quasi ein neues Revier
zum entdecken haben. Dann sollte es eigentlich auch keine Probelem
unter den Tieren geben. |
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